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Am 20. Januar lädt die Bundesregierung erneut zur weltgrößten Agrarmesse „Grüne Woche“ LandwirtschaftsministerInnen aus der ganzen Welt nach Berlin ein. Gerade im Amt steht die neue Regierung dann im Licht der Weltöffentlichkeit. Ein sehr guter Moment, um gemeinsam für eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft, gesundes Essen, artgerechte Tierhaltung, globale Bauernrechte und fairen Handel zu demonstrieren!

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Gegen Konzernmacht, Landraub und Tierfabriken waren wir auf "Wir haben es satt!"-Aktionstour quer durch Deutschland. Kurz vor der Bundestagswahl haben wir ein deutliches Zeichen für eine andere Agrarpolitik gesetzt. Wir brauchen eine Politik für kleine und mittlere Betriebe, einen Umbau der Tierhaltung, freies Saatgut und eine gerechte Landverteilung. Dafür waren wir bei Bayer in Leverkusen, haben die "Allee gegen Landraub" in Thüringen gepflanzt und zum Abschluss mit 1000 Menschen gegen den Wiesenhof-Megaschlachthof in Königs Wusterhausen bei Berlin demonstriert.

Fotos Leverkusen | Fotos Thüringen | Fotos Königs Wusterhausen | weitere Infos

05.12.2017 |

Leitlinien für Gemeinsame Agrarpolitik der EU ab 2021 enttäuschend

Wenn es nach EU-Komissar Hogan geht, fließen auch nach 2021 viele Millionen in pauschale Direktzahlungen. (Foto: BUND Bundesverband / flickr, CC BY-NC 2.0)

Naturschutzverbände und Bauernorganisationen zeigen sich enttäuscht von Hogans Vorschlag für die Neugestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP). EU-Agrarkommissar Phil Hogan hatte in der vergangenen Woche mit dem Papier „The Future of Food and Farming" einen ersten Entwurf für die Förderpolitik in Landwirtschaft ab 2021 vorgestellt. Die dringend notwendige Reform zeichnet sich in den veröffentlichten Leitlinien nicht ab. So soll nicht am bisherigen System der pauschalen flächenbezogenen Agrarsubventionen gerüttelt werden und der Kurs der Weltmarktorientierung ausgebaut werden. [+] mehr...

30.11.2017 |

Schmidts Weihnachtsgeschenk an die Agrarindustrie

Christian Schmidt im Alleingang: seine Entscheidung hat für Furore gesorgt (Foto: https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/)

Das Votum von Landwirtschaftsminister Christian Schmidt auf EU-Ebene, durch das Glyphosat weitere fünf Jahre zugelassen wird, hat vielfachen Protest bis hin zu Rücktrittsforderungen provoziert. Gegen den Willen von Umweltministerin Barbara Hendricks hatte der CSU-Politiker mit „Ja“ votiert – und damit gegen die Geschäftsordnung der amtierenden Bundesregierung verstoßen und einen handfesten Eklat verursacht. Schmidt hätte sich enthalten müssen, bevorzugte aber das Zünglein an der Waage für die Verlängerung des höchst umstrittenen Ackergifts zu spielen. [+] mehr...

21.11.2017 |

Wir haben es immer noch satt!

Wir haben Agrarindustrie satt!-Demonstration schlägt auch im 8.Jahr Alarm für eine andere Landwirtschafts- und Ernährungspolitik

Am 20. Januar werden wieder Zehntausende für eine andere Landwirtschafts- und Ernährungspolitik auf die Straße gehen. Zum mittlerweile 8. Mal ruft ein breites Bündnis von Bäuerinnen und Bauern und zivilgesellschaftlichen Organisationen zu Protesten im Zentrum von Berlin auf. Im Fokus der Demonstration stehen 2018 gesundes Essen, artgerechte Tierhaltung und ein Ende der landwirtschaftlichen Dumping-Exporte. Vom Hauptbahnhof geht es dieses Mal mit Kochtöpfen zur internationalen Agrarministerkonferenz, wo zum Auftakt der „Grünen Woche“ LandwirtschaftsministerInnen aus aller Welt zusammenkommen. [+] mehr...

09.11.2017 |

Für Groß und Klein: Die Geschichte vom ersten selbstbestimmten Hühnerhof

Rebellion auf dem Hühnerhof

3.333 Hühnchen sind in einer Eier-Fabrik gefangen. Sie sehen niemals das Sonnenlicht, geraten oft in Streit und machen jeden Tag nichts anderes außer ein Ei zu legen. Doch das Nesthäkchen will sich mit dieser tristen Realität nicht abfinden. „Hühnchen“, der jüngste Spross im Stall, begehrt gegen Lege-Monotonie auf: Es will fliegen lernen und goldene Eier legen. In dem musikalischen Theater „Die Hühneroper“, das am Samstag im Berliner Atze Musiktheater Premiere feierte, gelingt dem widerständigen Huhn, was im Alltag konventioneller Legehennen unmöglich ist. Es gräbt sich ein Loch in die Freiheit – und entdeckt grüne Wiesen, blauen Himmel und die Regenwürmer im Boden. [+] mehr...

25.10.2017 |

Missbildungen, Fehlgeburten, Krebs – Fotoausstellung zeigt die Folgen von Glyphosat

Schäden Glyphosat

Es sind erschreckende und schmerzvolle Bilder, die die am Donnerstag eröffnete Fotoausstellung „Landwirtschaft der Gifte – Ihr Preis für den Menschen“ des Fotografen Pablo E. Piovano im Berliner Willy-Brandt-Haus zeigt. Die Fotos dokumentieren die katastrophalen Auswirkungen des Unkrautvernichtungsmittels in den ländlichen Regionen Argentiniens, wo auch für den europäischen Markt Mais und Soja im großen Stil angebaut wird. Die gezeigten Schicksale sind – auch vor dem Hintergrund der geplanten Wiederzulassung des Ackergifts durch die EU – ein dringender Appell das „Experiment Glyphosat“ abzubrechen. [+] mehr...